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Körper & Genetik

Bodybuilding und Körpertypen: Ektomorph, Mesomorph, Endomorph

Wie unterscheiden sich die Körpertypen voneinander?

Aus sportlicher Sicht können sich Ektomorphe, Endomorphe und Mesomorphe deutlich voneinander unterscheiden. Ektomorphe, also eher schlank-lineare Typen, sind oft besser für Aktivitäten geeignet, die Schnelligkeit, Ausdauer und im Allgemeinen längere Gliedmaßen erfordern.

Die meisten Profi-Basketballer haben den ektomorphen Körpertyp. Diese Menschen nehmen nicht leicht zu, solange sie regelmäßig viel körperliche Aktivität haben.

Mesomorphe hingegen bauen tendenziell eine stärker ausgeprägte Muskulatur auf als Ektomorphe und Endomorphe. Weil sich ihre Muskeln so leicht kräftigen lassen, sind sie in verschiedenen Sportarten leistungsfähig, etwa in Kampfsport, Schwimmen und natürlich Bodybuilding.

Endomorphe, also eher rundlich veranlagte Typen, haben in der Regel einen höheren Körperfettanteil als Mesomorphe und Ektomorphe.

Wer überwiegend endomorph ist, hat oft einen Größenvorteil in Sportarten, die Kraft, Ausdauer und Stärke verlangen. Viele Footballspieler, Ringer und Bodybuilder haben endomorphe Körpertypen.

Auch ein großer Anteil der Wettkampf-Strongmen ist endomorph.

Vor diesem Hintergrund wäre es falsch anzunehmen, Endomorphe hätten weniger Kraft oder Ausdauer, nur weil sie schneller dazu neigen, Körperfett aufzubauen als die beiden anderen Typen.

Was sind die besten Bodybuilding-Praktiken für jeden Körpertyp?

Du kannst unabhängig von deinem Körpertyp ein erfolgreicher Bodybuilder werden. Warum? Weil harte Arbeit und Entschlossenheit immer stärker sind als die Gene.

Du musst nur die besten Praktiken für deinen Körpertyp befolgen, damit du das Maximum aus deiner harten Arbeit herausholst. Manchmal reichen ein paar kleine Anpassungen, um die Gesamtergebnisse deines Trainings zu verbessern.

Wenn du groß, schlank und stark bist, bist du wahrscheinlich ein Ektomorph

  1. Ektomorphe fahren oft besser, wenn die Trainingseinheiten kurz gehalten werden, um Muskelmasse zu erhalten. Sind deine Workouts zu lang, kann dein Muskelwachstum durch den natürlichen Muskelabbau (Katabolismus) im Gewebe ausgebremst werden.

  2. Begrenze deine Gesamtzahl an Sätzen pro Übung auf acht, aber mache nicht weniger als sechs, um deine Fortschritte zu maximieren.

  3. Auch wenn du bereits schlank bist, brauchst du Cardio, um Fett zu verbrennen und deinen Puls hochzuhalten. Cardio ist außerdem eine hervorragende Möglichkeit, dich aufzuwärmen und die großen Muskelgruppen zu dehnen. Mache nicht mehr als drei Cardio-Einheiten pro Woche und begrenze jede Session auf höchstens zwanzig Minuten.

  4. Nur weil du ein schlanker, großer Ektomorph bist, heißt das nicht, dass du Junkfood essen und gute Ergebnisse erwarten kannst. Du brauchst weiterhin reichlich Protein, um das Muskelwachstum zu füttern, sowie essenzielle Nährstoffe aus vollwertigen Lebensmitteln oder Supplements.

  5. Der Großteil deiner Übungen sollte außerdem aus Verbundübungen bestehen. Verbundübungen beanspruchen mindestens zwei Muskelgruppen und Gelenke (zum Beispiel Kniebeugen kombiniert mit Schulterdrücken).

Wenn du rundlich, aber stark an den Gewichten bist, bist du höchstwahrscheinlich ein Endomorph

  1. Endomorphe haben einen offensichtlichen Nachteil: Sie neigen dazu, große Fettdepots in der Körpermitte anzulegen. Trifft das auf dich zu, musst du genau darauf achten, was du isst.

Du musst eine Balance finden zwischen deinem Proteinbedarf und dem Mindestbedarf an Kohlenhydraten, damit deine Muskeln genug Glykogen für deine Workouts haben. Auch gesunde pflanzliche Fette sind wichtig, weil sie den Hunger in Schach halten.

  1. Anders als Ektomorphe können Endomorphe schnell Masse aufbauen. Zusätzlich zu Verbundübungen kannst du dich auch auf Isolationsübungen konzentrieren, um gezielte Muskeln wie Schultern, Quadrizeps und Co. zu kräftigen und optisch aufzuwerten.

  2. Um Fett zu verbrennen und optimales Muskelwachstum sicherzustellen, sollten Cardio-Einheiten nicht länger als 30 Minuten pro Session dauern. Auch hier gilt: höchstens dreimal in sieben Tagen.

  3. Damit sich die Fettdepots gar nicht erst festsetzen, solltest du zusätzliche körperliche Aktivitäten einbauen, um deinen Stoffwechsel oben zu halten. Beliebte Sportarten wie Basketball, Tennis und Badminton sind gute Optionen. Wenn Bergsteigen dein Ding ist, dann gönn es dir. Solange du aktiv und in Bewegung bist, verbessert sich dein Stoffwechsel.

Wenn du von Natur aus muskulös und im Gym belastbar bist, hast du Glück: Du bist höchstwahrscheinlich ein Mesomorph

  1. Auch wenn du mit idealer Muskulatur und schnellen Fortschritten gesegnet bist, solltest du bei deinen Workouts wachsam bleiben. Konsequenz ist der Schlüssel. Werde nicht selbstgefällig, sondern verschiebe im Gym immer wieder deine Grenzen.

  2. Junkfood erhöht auch bei dir den Körperfettanteil. Du wirst dann zum übergewichtigen Mesomorph. Positiv gesehen: Du kannst deine Ernährung so anpassen, dass dein Körper den Körperfettanteil eines schlanken Ektomorphs annimmt.

  3. Konzentriere dich auf deine Ernährung, denn dein Körper braucht reichlich Nährstoffe, um Muskeln aufzubauen. Natürliche Quellen für Protein, Kohlenhydrate und Fett helfen dir, deine Ziele schneller zu erreichen.