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Makro-Rechner: Makronährstoffe für den Muskelaufbau berechnen

Makros berechnest du in drei Schritten: Protein mit 1,6 bis 2,2 g je Kilogramm Körpergewicht festlegen, Fett mit 20 bis 30 Prozent der Kalorien, und alles, was vom Kalorienziel übrig bleibt, sind Kohlenhydrate. Bei 3.000 kcal und 78 kg ergibt das etwa 156 g Protein, 83 g Fett und 407 g Kohlenhydrate. Der Rechner zeigt jeden Wert in Gramm, Kilokalorien und Prozent und hat Voreinstellungen für Aufbau, Erhalt und Definition.

Makro-Rechner

Kalorienziel und Gewicht eintragen, Protein und Fett wählen, der Rest sind Kohlenhydrate.

Näherung
Voreinstellung

Aufbau: 2,0 g Protein je kg, 25 % Fett, Rest Kohlenhydrate für Training und Regeneration.

Noch kein Ziel? Erst den Kalorienbedarf berechnen.

— Protein
— Fett
— Kohlenhydrate
MakroGramm/Tagkcal/TagAnteilg/kg

Rechnet mit 4 kcal je Gramm Protein und Kohlenhydrate und 9 kcal je Gramm Fett. Die Verteilung ist eine Orientierung, keine ernährungsmedizinische Beratung.

Wie werden Makronährstoffe berechnet?

Grundlage ist dein Kalorienziel. Kennst du es noch nicht, ermittelt es der Kalorienbedarf-Rechner aus Grundumsatz, Aktivität und Überschuss. Danach gilt die feste Reihenfolge Protein, Fett, Kohlenhydrate, weil Protein und Fett feste Mindestmengen haben und Kohlenhydrate die flexible Größe sind:

  1. Protein = Körpergewicht × Faktor in g/kg. Für Muskelaufbau liegt der Faktor bei 1,6 bis 2,2; 1 g Protein liefert 4 kcal.
  2. Fett entweder als Anteil am Kalorienziel (Kalorien × Prozent ÷ 9, weil 1 g Fett 9 kcal hat) oder als g/kg wie beim Protein, meist 0,8 bis 1,2 g/kg.
  3. Kohlenhydrate = (Kalorienziel − Proteinkalorien − Fettkalorien) ÷ 4.

Die Voreinstellungen setzen nur Protein und Fett: Aufbau mit 2,0 g/kg Protein und 25 Prozent Fett, Erhalt mit 1,8 g/kg und 30 Prozent, Definition mit 2,2 g/kg und 25 Prozent. Das Kalorienziel trägst du selbst ein, denn dieselbe Verteilung führt bei 2.400 kcal zur Definition und bei 3.200 kcal zum Aufbau.

Rechenbeispiel

Voreinstellung Aufbau, 3.000 kcal Kalorienziel, 78 kg Körpergewicht:

  1. Protein: 78 × 2,0 = 156 g, das sind 624 kcal oder 21 Prozent
  2. Fett: 3.000 × 0,25 ÷ 9 = 83 g, das sind 750 kcal oder 25 Prozent
  3. Kohlenhydrate: (3.000 − 624 − 750) ÷ 4 = 407 g, das sind 1.626 kcal oder 54 Prozent

Im Alltag heißt das: vier Mahlzeiten mit je rund 40 g Protein, etwa 30 g Fett je Hauptmahlzeit und Kohlenhydrate schwerpunktmäßig vor und nach dem Training. 156 g Protein stecken zum Beispiel in 200 g Magerquark (26 g), 150 g Hähnchenbrust (35 g), 3 Eiern (20 g), 200 g Skyr (22 g), 100 g Linsen trocken (25 g) und einem Shake mit 30 g Whey (24 g).

Typische Verteilungen

PhasekcalProteinFettKohlenhydrate
Aufbau (2,0 g/kg, 25 %)3.000156 g · 21 %83 g · 25 %407 g · 54 %
Aufbau langsam (2,0 g/kg, 25 %)2.900156 g · 22 %81 g · 25 %388 g · 53 %
Erhalt (1,8 g/kg, 30 %)2.700140 g · 21 %90 g · 30 %332 g · 49 %
Definition (2,2 g/kg, 25 %)2.300172 g · 30 %64 g · 25 %260 g · 45 %
Definition streng (2,4 g/kg, 25 %)2.000187 g · 37 %56 g · 25 %188 g · 38 %

Häufige Fragen

Welche Makro-Verteilung ist für Muskelaufbau am besten?

Protein 1,6 bis 2,2 g je kg Körpergewicht, Fett 20 bis 30 Prozent der Kalorien, der Rest Kohlenhydrate. Bei 3.000 kcal und 78 kg sind das rund 156 g Protein, 83 g Fett und 407 g Kohlenhydrate. Die genaue Verteilung ist weniger wichtig als die Kalorienbilanz und die Proteinmenge.

Warum bekommt Fett eine Untergrenze?

Fett ist Baustoff für Hormone wie Testosteron und Träger der fettlöslichen Vitamine A, D, E und K. Unter 20 Prozent der Kalorien oder unter etwa 0,8 g je kg sinkt bei vielen Männern der Testosteronspiegel messbar. 0,8 bis 1,2 g je kg gelten als sicherer Korridor.

Brauche ich Kohlenhydrate für Muskelaufbau?

Nicht zwingend, aber sie helfen. Kohlenhydrate füllen die Glykogenspeicher, aus denen der Muskel im Krafttraining seine Energie zieht. Wer sie stark reduziert, trainiert mit weniger Volumen und regeneriert langsamer. Deshalb bleiben sie im Rechner der Restposten, der bei Aufbau am größten ist.

Wie rechne ich Makros in Prozent um?

Gramm mal Energiedichte, geteilt durch Gesamtkalorien. Protein und Kohlenhydrate liefern 4 kcal je Gramm, Fett 9 kcal. 150 g Protein bei 3.000 kcal sind 600 kcal, also 20 Prozent. Der Rechner zeigt alle drei Werte nebeneinander.

Ändern sich die Makros in der Definitionsphase?

Ja, in zwei Punkten: Protein steigt auf 2,0 bis 2,4 g je kg, weil es im Kaloriendefizit den Muskel vor Abbau schützt, und die Kohlenhydrate sinken, weil sie den Rest des kleineren Kalorienziels ausmachen. Fett bleibt in Prozent ähnlich, damit die Hormonproduktion nicht leidet.

Grenzen der Berechnung

Der Rechner arbeitet mit den Atwater-Faktoren 4, 4 und 9 kcal je Gramm. Die tatsächlich verwertete Energie weicht je nach Lebensmittel um einige Prozent ab, Ballaststoffe und Alkohol sind nicht abgebildet. Die Proteinempfehlung gilt für gesunde Erwachsene mit Krafttraining; wer sehr schwer ist, rechnet besser mit dem Zielgewicht statt dem aktuellen Gewicht, sonst wird die Proteinmenge unrealistisch hoch. Bei Nierenerkrankungen, Diabetes, Schwangerschaft oder Essstörungen gehört die Makro-Planung in ärztliche Hand. Die Zahlen sind eine Orientierung und keine Ernährungsberatung.

Welcher Körpertyp mit welcher Verteilung gut fährt, beschreibt unser Artikel über Bodybuilding und Körpertypen. Ob du dir Proteinshakes sparen kannst, klärt der Mythen-Faktencheck, Teil 2.

Quellen

  • Morton, R. W. et al. (2018): Protein supplementation and resistance training-induced gains in muscle mass and strength. British Journal of Sports Medicine, 52(6), 376-384.
  • Helms, E. R., Aragon, A. A., Fitschen, P. J. (2014): Evidence-based recommendations for natural bodybuilding contest preparation: nutrition and supplementation. Journal of the International Society of Sports Nutrition, 11:20 (Fett 20-30 %, Protein in der Definition).
  • Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Referenzwerte für Protein, Fett und Kohlenhydrate, Stand 2026.
  • Atwater, W. O. (1900): Energiedichte der Makronährstoffe (Atwater-Faktoren).