Der ideale muskulöse Körper, Teil 1: Struktur und Form
Was sind die idealen Merkmale eines Bodybuilder-Körpers?
Menschen kommen aus unterschiedlichen Gründen zum Bodybuilding. Manche machen Krafttraining, um abzunehmen und Muskelmasse aufzubauen, um besser auszusehen.
Andere betreiben Bodybuilding, um schwache Muskeln und Gelenke zu stärken, etwa ältere Männer, die unter den Folgen eines lebenslang bewegungsarmen Lebens leiden. Und wieder andere betreiben den Sport, weil sie an Amateur- oder Profiwettkämpfen im Bodybuilding teilnehmen wollen.
Wenn du selbst an Wettkämpfen interessiert bist oder einfach wissen willst, was die Branche als herausragende Merkmale eines starken, idealen Bodybuilders ansieht, hast du Glück.
Unsere aktuelle Serie behandelt all die wesentlichen Eigenschaften, die du auf deinem Bodybuilding-Weg entwickeln kannst.
Beachte, dass viele dieser Eigenschaften von klassischen Bodybuildern wie Arnold Schwarzenegger abgeleitet sind, die ihren fantastischen Körper entwickelten, ohne über die Informationen und den pharmakologischen Vorsprung zu verfügen, den junge Bodybuilder heute haben.
Was sind diese Eigenschaften?
1. Allgemeine Körperstruktur
Das klassische Bodybuilding setzt auf die schrittweise Entwicklung des “X-Frames”. Der “X-Frame” lässt sich bei professionellen Bodybuilding-Wettkämpfen sehr leicht beobachten.
Die Teilnehmer haben sehr breite Schultern, kräftige Oberarme, schmal zulaufende, muskulöse Taillen und ausladende Hüften. Der schmalste Punkt im “X-Frame” ist immer die Taille.
Obwohl die Taille schmal ist, ist der Bauchbereich durchgehend gut ausgebildet, und diese Region leitet über in eine breite, massive Brust, die ebenso große Schultern trägt.
Die untere Körperregion des Bodybuilders ist durch massive, klar definierte Hüften und Quadrizeps geprägt, die genauso breit und solide gebaut sind wie Brust und Schultern. Eine Double-Biceps-Pose sollte den “X-Frame” bei einem gut gebauten Bodybuilder zeigen können.
2. Muskeldimension und Form
Ein Profi-Bodybuilder wird natürlich anhand der ästhetischen Qualitäten seiner Physis bewertet und beurteilt. Wie eine Skulptur wird ein Profi-Bodybuilder von den Kampfrichtern ganz genau begutachtet. Es reicht nie, einfach nur große Muskeln zu haben.
Mr.-Olympia-Sieger haben oft große Muskeln mit hohen Muskelbergen. Eine Double-Biceps-Pose sollte Bizeps zeigen, die deutlich aus dem Rest des Arms “hervorlugen”. Die Kernmuskulatur, das “Sixpack”, sollte symmetrisch sein, und zwischen den beiden Säulen der Bauchmuskeln sollte so wenig Abstand wie möglich sein.
Die Lat-Muskeln (breiter Rückenmuskel) sollten dagegen tief ansetzen und kräftig gebaut sein. Auch die Breite der Lats wird bewertet. Anders als viele glauben, sollten deine Trizeps nicht rund und breit sein. Sie sollten eher schmal und stärker zulaufend wirken, was auf eine gute Muskeltrennung und eine hervorragende Entwicklung hinweist.
Die ideale Schulter ist ziemlich schwer zu erreichen. Amateur-Bodybuilder tun sich oft schwer, mit den Profis mitzuhalten, weil es schwierig ist, die Schultern so weit zu entwickeln, dass eine “dreiköpfige” Schulter entsteht, bei der beim Anspannen alle Bereiche deutlich hervortreten.
Profi-Bodybuilder drücken typischerweise über 90 Kilogramm, um die volle Muskulatur der Schultern herauszuarbeiten. Das ist keine leichte Aufgabe, aber wenn du später auf deinem Weg das Zeug dazu hast, über 90 Kilogramm zu stemmen, solltest du die “dreiköpfige” Schulterform erreichen können.
Und was ist mit den Beinen?
Beintraining ist für Profi-Bodybuilder eine Tortur, denn sie alle wollen eine extreme muskuläre Ausprägung in Hüften und Waden erzeugen. Wenn du schon mal einen schweren Beintag hinter dir hast, weißt du, wie schmerzhaft das in den ersten Monaten sein kann.
Menschliche Beine sind zum Gehen, Klettern und Laufen gebaut. Alles, was darüber hinausgeht, erfordert ein umfassendes “Umbauen” von innen heraus. Aber die Ergebnisse sind oft fantastisch und deine Zeit wert.
3. Muskel-Gelenk-Verhältnis und Form
In einem früheren Beitrag haben wir über den Zusammenhang zwischen Knochengröße und Muskelgröße gesprochen. Wenn du große Knochen hast, fällt es dir leichter, große Muskeln aufzubauen. Allerdings entspricht diese genetische Realität nicht unbedingt dem idealen Erscheinungsbild der Gelenke im Wettkampf.
Kampfrichter suchen oft nach großen Muskeln, die von schmal wirkenden Gelenken zusammengehalten werden. Wenn du also von Natur aus große Gelenke hast, musst du zusätzlichen Aufwand betreiben, damit deine Muskeln im Vergleich zur Gelenkgröße größer aussehen.
Natürlich müssen auch kleinere Teilnehmer hart arbeiten, um ein gutes Muskel-Gelenk-Verhältnis zu erreichen. Allerdings ist der Kampf weniger anstrengend, weil ihre Gelenke kleiner sind als die ihrer größeren Konkurrenten.
Die offensichtlichen Problemzonen für viele Athleten sind Schultern, Arme und Beine. Es gibt keine Abkürzung: Du musst sicherstellen, dass die Muskeln rund um diese Gelenke gründlich trainiert werden, damit sie genug Größe gewinnen, um die stützenden Gelenke geradezu verschwinden zu lassen.